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Informationen zur Abgeltungssteuer

Checkliste Abgeltungssteuer

Checkliste – 10 Tipps zur Abgeltungssteuer

Nachfolgend geben wir Ihnen kleine Übersicht über mögliche Maßnahmen, mit denen Sie eventuell die steuerliche Mehrbelastung durch die Abgeltungssteuer senken können.

Nicht jeder Tipp eignet sich für jeden Anleger, zudem bezieht sich die Checkliste insbesondere auf Fonds.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf Abgeltungssteuer Ratgeber.

1. Niemals blindlings Steuersparmodelle abschließen

Scheinbar liegt es uns Deutschen im Blut immer auch den letzten Cent vor der Steuer retten zu wollen. Verständlich, aber auch gefährlich – wie zahlreiche Problemfälle bei Steuersparprodukten zeigen. Investieren Sie möglichst niemals voreilig in Dinge die Sie nicht verstehen und nicht transparent sind. Bewahren Sie Ruhe, informieren Sie sich über Anbieter und Produkt.

2. Achten Sie auf die Freistellungsaufträge

Seit dem 01.01.2009 sind nur noch 801 Euro an Kapitaleinkünften steuerfrei. Teilen Sie Ihre Freistellungsaufträge sinnvoll auf, vergessen Sie nicht auch Dividenden und Ausschütungen zu berücksichtigen.

3. Behalten Sie Ihren Einkommensteuersatz im Auge

Liegt Ihr persönlicher Einkommenssteuersatz unter 25 % (bzw. 28 % inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer), sollten Sie Ihre Kapitaleinkünfte natürlich veranlagen. Das Recht dazu haben Sie auch nach dem 01.01.2009. So erhalten Sie eventuell zuviel gezahlte Abgeltungssteuer vom Finanzamt zurück.

4. Verlieren Sie Kapitalversicherungen nicht aus dem Blick

Kapitallebensversicherung und private Rentenversicherung werden nach Ertragsanteilen besteuert. Im Einzelfall kann das trotz der Abschlussgebühren und Verwaltungskosten einen steuerlichen Vorteil bedeuten. Informieren Sie sich jedoch vor dem Abschluss umfassend.

6. Altverluste möglichst bald verrechnen

Altverluste dürfen ab 2013 Altverluste nur noch mit Sonstigen Ausgaben verrechnet werden. Verrechnen Sie Altverluste, insofern vorhanden, so bald wie möglich.

7. Schauen Sie nach günstigen Anlageformen um

Die Kosten einer Geldanlage schmälern logischerweise deren Rendite. Bei Fonds sollten Sie erwägen, teure aktive Fonds in ETFs zu tauschen. Letztere sind die deutlich kostengünstigere Variante.

Vermeiden Sie grundsätzlich hohe Gebühren (Aktive Vermögensverwaltung etc.), Werbungskosten können nur noch auf den Sparerfreibetrag begrenzt abgesetzt werden.

8. Staatlich geförderte Altersvorsorge

Die Abgeltungssteuer macht die staatlich geförderte Altersvorsorge mit Riester Rente oder Rürup Rente noch attraktiver. Riester Fondssparpläne werden zwar nachgelagert besteuert (zumeist ist der persönliche Einkommenssteuersatz im Rentenalter ja niedriger), die Fonds selbst und Umschichtungen innerhalb der Fonds bleiben jedoch von der Abgeltungssteuer verschont.

9. Eventuell steuerlich attraktivere Anlageformen beimischen

Vorausgesetzt Sie verfügen über ein entsprechendes Depotvolumen, lässt sich durch gezielte Beimischung steuerlich attraktiver Anlageformen die steuerliche Belastung senken.

Hierzu zählen insbesondere Schiffsbeteiligungen, geschlossene Immobilienfonds und offene Immobilienfonds mit hohem Auslandsanteil im Portfolio.

10. Achten Sie auf die zukünftigen Entwicklungen

Das Steuerrecht in Deutschland befindet sich dank eines sehr aktiven Gesetzgebers stark im Wandel. Dementsprechend fallen natürlich auch die Angebote und Entwicklungen auf dem Finanzmarkt aus. Informieren Sie sich also regelmäßig über neue Produkte, die für die neue steuerliche Situation optimiert wurden.

Abgeltungssteuer umgehen

Abgeltungssteuer umgehen

Die seit dem 01.01.2009 geltende Abgeltungssteuer bedeuted für die meisten Anleger eine erhebliche steuerliche Mehrbelastung.

Natürlich kommt da die Frage auf, ob man die Abgeltungssteuer vermeiden oder umgehen kann.

Es gibt in der Tat verschiedene Varianten Ihre Geldanlagen so zu optimieren, dass die Auswirkungen der Abgeltungssteuer abgemildert werden können.

Beachten Sie jedoch, man sollte grundsätzlich niemals ausschließlich nach steuerlichen Gesichtspunkten investieren. Panikkäufe und schlechte Produkte können zu Kursverlusten oder hohen Gebühren führen, welche die Nachteile der Abgeltungssteuer noch bei Weitem übersteigen.

Teil 1: Kosten senken und Renditen erhöhen

Bevor Sie an Ihrem Anlageverhalten Veränderungen vornehmen, sollten Sie prüfen, ob sich Ihre bisherigen Schritte nicht optimieren lassen. (Tipp: Checkliste zur Abgeltungssteuer ebenfalls nutzen)
Zahlen Sie Ausgabeaufschläge auf Ihre Fonds?
Zahlen Sie Depotgebühren?
Wie hoch sind Ihre Ordergebühren?
Kaufen Sie teure aktive Fonds?
Haben Sie für Dividenden / Ausschüttungen Freistellungsaufträge erteilt?

Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen

Breits beim Fonds Erwerb können Sie als cleverer Anleger sparen, wenn Sie die Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Depotgebühren und überhöhte Ordergebühren müssen ebenfalls nicht sein, ein Gespräch mit dem Bankinstitut oder ein Wechsel zu einem anderen Anbieter schafft Abhilfe. Wir helfen mit unserem Depotrechner und dem Depotvergleich gern weiter.
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Teure aktive Aktienfonds in ETFs tauschen

Eine weitere Überlegung wäre die teuren aktiven Fonds in ähnliche ETFs (Exchange Traded Funds) zu tauschen. Da die meisten Aktienfonds ohnehin nur einen Index abbilden und nur ein Bruchteil der aktiven Fonds diesen dauerhaft schlagen kann sind die hohen Verwaltungsgebühren, Perfomance Fees etc. kaum gerechtfertigt.
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Freistellungsaufträge für Dividenden und Ausschüttungen

Zu guter Letzt sollten Sie bedenken, dass auch für Ausschüttungen und Dividenden Freistellungsaufträge erteilt sein müssen. Sie können sich zuviel gezahlte Steuern zwar mit der Steuererklärung zurück holen, verschenken diese aber für ein Jahr an den Staat.

Teil 2: Assetklassen überdenken

Einige Assetklassen und Produkte sind von der Abgeltungssteuer nicht betroffen bzw. nur teilweise betroffen. Dazu gehören:
Riester Rente / Riester Fondssparplan
Rürup Rente / Rürup Fondssparplan
fondsgebundene Lebensversicherung
fondsgebundene private Rentenversicherung
teilweise geschlossene Fonds und Beteiligungen
offene Immobilienfonds mit hohem Auslandsanteil

Riester Rente und Rürup Rente werden nachgelagert versteuert

Insbesondere die staatlich geförderte Altersvorsorge mit der Riester Rente oder der Rüruo Rente ist durchaus eine Alternative zur Abgeltungssteuer. Sowohl Riester Fondssparpläne als auch Rürup Fondssparpläne bieten staatliche Förderung, attraktive Renditechancen und Kapitalgarantie in Einem. Wer sich bis jetzt noch nicht zu einer Riester Rente durchringen konnte, sollte sich noch einmal informieren, ob diese nicht doch Sinn machen würde.
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Kapitalversicherungen unterliegen der Ertragsanteilbesteuerung

Grundsätzlich sind auch jegliche Kapital-Versicherungen seit dem 01.01.2009 steuerlich gesehen im Vorteil. Die fondsgebundene Lebensversicherung und die fondsgebundene Private Rentenversicherung unterliegen nur einer anteiligen Besteuerung der Erträge. Allerdings sollten Sie die Frage Fondssparen oder Fondsspolicen auch unter dem Gesichtspunkt Abschlussgebühren und Verwaltungskosten betrachten.
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Geschlossene Fonds und Beteiligungen wieder interessant

Für Geschlossene Fonds und Beteiligungen gelten zum Teil besondere steuerliche Regelungen. Insbesondere Schiffsbeteiligungen (Tonnagesteuer) und geschlossene Immobilienfonds können aus steuerlicher Sicht interessante Investments sein.

Bedenken Sie jedoch, dass geschlossene Fonds auf Grund des Risikoprofils in der Regel nur eine Depotbeimischung von maximal 15 % sein sollten.
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Ausschüttungen steuerfrei mit offenen Immobilienfonds

Immobilienfonds gehören eigentlich genau wie Aktienfonds und festverzinsliche Wertpapiere in jedes Depot. Besonderes Schmankerl: Erträge, die Immobilienfonds im Ausland erzielen (Mieteinnahmen) unterliegen nicht der deutschen Abgeltungssteuer. Dies macht offene Immobilienfonds mit hohem Auslandsanteil interessant. Beispielsweise:
Kanam Grundinvest ( ISIN DE0006791809)
grundbesitz europa RC ( ISIN DE0009807008)

Fondssparen oder Fondspolicen

Fondssparen oder Fondspolicen

Thema: Abgeltungssteuer im Überblick

Aktien und Fonds stehen für hohe Renditechancen. Tagesgeld und Festgeld für flexible und sichere Geldanlage.

Anbetracht der am 01.01.2009 eingeführten Abgeltungssteuer werden fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen wieder einen stark in der Gunst der Anleger steigen.

Gleichzeitig dürfte die Attraktivität von eigenen Fondssparplänen sinken.

Gerade bei einem langfristigen Fondssparplan schlägt die Steuer gnadenlos zu. Bei einer dreißigjährigen Laufzeit ließen sich bisher bei acht Prozent jährlicher Rendite stattliche 140.855,06 Euro ansparen. Abzüglich der 25 % Abgeltungssteuer bleiben davon in Zukunft noch 114.641,3 Euro übrig.

Kapitalversicherungen steuerlich im Vorteil

Da Fondspolicen, sprich fondsgebundene Versicherungen, während der Laufzeit nicht direkt der Abgeltungssteuer unterliegen, stellt sich die Frage, welche Variante in Zukunft die Günstigere ist.

Grundsätzlich interessant wird der Ansatz daher, weil Renditen aus Aktien und Fonds zu großen Teilen aus Ertragsausschüttungen und Dividenden bestehen. Diese unterliegen Abgeltungssteuer, sobald sie dem Kapitalanleger zufließen.

Bei einer Kapitalversicherung ist das nicht der Fall. Hier werden die Dividenden und Ausschüttungen angesammelt und erst am Ende der Laufzeit vom Anleger anteilig mit den gesamten Erträgen versteuert. Eine Versicherung bietet sozusagen einen zinslosen Kredit vom Staat, dies kann bei einer langen Laufzeit einen beachtenswerten Renditevorteil bewirken.

Steuerliche Vorteile vs. Kosten

Es ist also durchaus schlüssig, dass die Assekuranz Ihre Produkte als Rettungsanker vor der drohenden Abgeltungssteuer verkauft. Allerdings schmilzt der zunächst offensichtliche Vorteil der Versicherungen bei genauerer Betrachtung dahin.

Grund dafür sind die zum Teil sehr hohen Abschlussgebühren / Vertriebsgebühren und laufenden Verwaltungskosten. Der Anleger zahlt in der Regel:
Abschlussgebühren von 5-6 % oder mehr
Jährliche Verwaltungsvergütungen von 1 % oder mehr
Die Verwaltungsvergütung der fast immer aktiven Fonds ca. 1,5-3 %

Ein weiteres Problem ist die Verteilung der Abschlussgebühren. Diese werden meist in den ersten fünf Jahren der Laufzeit von den Beiträgen einbehalten. Bei 100 Euro monatlicher Sparrate, 20 Jahren Laufzeit und 24.000 Euro Ansparsumme ergeben sich beispielsweise 1.200 Euro Abschlussgebühren. Sie als Anleger zahlen also im Prinzip einen kompletten Jahresbeitrag vorab an die Versicherung.

Bei den meisten Policen schmilzt der steuerliche Vorteil auf Grund der Gebühren dahin. Sie sollten in jedem Fall die Kosten des Produkts im Auge behalten und ganz individuell von einem Experten aufschlüsseln lassen.

Argument der Versicherer – Langlebigkeitsrisiko

Ein immer wieder bemühtes Argument seitens der Versicherer ist die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos, denn die Kapitalversicherung zahlt in der Regel eine lebenslange Leibrente. In Anbetracht der steigenden Lebenserwartungen ist dieses Argument auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Man kann aber entgegenhalten, dass das Alter kein zu versicherndes Risiko, sondern die Rentenzeit planbar ist. Gerade junge Sparer sind meist besser gestellt, wenn Sie zunächst eine staatlich geförderte Altersvorsorge mit der Riester Rente abschließen.

Ein guter Riester Fondssparplan ist in der Ansparphase allgemein kostengünstiger als eine Kapitalversicherung, die Abschlusskosten werden über die gesamte Laufzeit verteilt (außer DWS Riester Rente Premium) und der Anleger ist normalerweise zu 100 % in Fonds investiert. Das ist bei fondsgebundenen Versicherungen ebenfalls eher selten der Fall. Das Langlebigkeitsrisiko ist jedoch auch mit einem Riester Fondssparplan abgesichert.

Individuelle vor pauschaler Betrachtung

Wer die nötige Disziplin aufweist eine Kapitalversicherung langfristig zu besparen, ist mit dieser nicht unbedingt schlecht gestellt. Denn: Kapitalversicherungen sind schwerer zu veräußern (für kurzfristig auftretende Wünsche) und bieten damit eine höhere Sicherheit, dass das Geld auch dann verfügbar ist, wenn es gebraucht wird (nämlich im Alter).

Es lohnt sich auf jeden Fall einmal anhand der eigenen Situation abzuklären, inwieweit die Kapitalversicherung attraktiv ist. Ein wesentlicher Tipp gilt dem schönen Geschlecht: Eine private Rentenversicherung passt sich an die demografische Entwicklung an, Frauen sind bei dieser auf Grund der höheren Lebenserwartung pauschal benachteiligt.

Abgeltungssteuer und Fonds

Abgeltungssteuer und Fonds

Ungeachtet der persönlichen Einkommensverhältnisse des Anlegers, bedeutet die Einführung der Abgeltungssteuer für Fonds und Wertpapiere eine erhebliche steuerliche Mehrbelastung.
Bisher waren Kursgewinne aus den genannten Geldanlagen steuerfrei, wenn die Papiere oder Anteile wenigstens 12 Monate gehalten wurden.

Dividenden wurden im Rahmen des Halbeinkünfteverfahrens besteuert, dieses Privileg wird durch die Abgeltungssteuer gekippt.

Wie wirkt die Abgeltungssteuer auf Fonds?

Kapitaleinkünfte, die Anleger durch Kurssteigerung oder Ausschüttungen von Fonds erzielen, unterliegen ab 2009 der Abgeltungssteuer – vorausgesetzt der Sparerpauschbetrag wurde überschritten. Allerdings gewährt der Gesetzgeber einen Bestandsschutz für alle bis zum 31.12.2008 erworbenen Fondsanteile. Sie als Anleger können Gewinne auch noch in 10, 20 oder 30 Jahren steuerfrei einstreichen, wenn Sie die Fonds bis zum Stichtag erworben haben.

Es kann daher Sinn machen, die prozentualen Anteile renditeorientierter Assetklassen kurzzeitig zu erhöhen und die Assetallokation ab 2009 wieder anzupassen. Mehr über diese und andere Möglichkeiten erfahren Sie im Kapitel Abgeltungssteuer vermeiden und umgehen.

Abgeltungssteuer benachteiligt Fondssparpläne

Nicht jeder Anleger hat die finanziellen Möglichkeiten mit entsprechenden Einmalanlagen vom Bestandsschutz zu profitieren. Langfristige Fondssparpläne, beispielsweise zur privaten Altersvorsorge, werden zukünftig besonders benachteiligt. In anderen Ländern gibt es bereits Modelle, die langfristige Geldanlagen günstiger stellen. Es bleibt abzuwarten, ob der bisherige Gesetzentwurf noch angepasst wird. Für Anleger die auf einen Fondssparplan setzen, ergeben sich vor allem drei gedankliche Konsequenzen.

Wählen Sie Fonds die auch langfristig bestehen können

Wählen Sie langfristig aussichtsreiche Fonds für Ihren Fondssparplan. Bei jeder Umschichtung schlägt die Abgeltungssteuer zu. Grundsätzlich haben Branchenwetten, Fonds auf Rohstoffaktien oder Modefonds ohnehin nichts in langfristig orientierten Depots verloren, durch die Abgeltungssteuer werden diese zu einer noch höheren Gefahr für den Anleger. Bedenken Sie: Die wenigsten Fonds werden älter als 20 oder 30 Jahre.

Senken Sie Ihre Kosten konsequent

Je geringer die Kosten einer Geldanlage, desto höher fällt deren Rendite aus. Bezogen auf Fonds ist das ein klarer Zuspruch für passives Investieren. Mit Exchange Traded Funds auf etablierte Indizes sparen Sie nicht nur Gebühren, Sie machen sich zudem auch unabhängig von Fondsmanagern.

Welches Wertpapierdepot derzeit die günstigsten Konditionen bietet, können Sie mit unserem Depot Rechner schnell und unkompliziert herausfinden.

Unterscheiden Sie zwischen alten und neuen Fondssparplänen

Wer bereits vor 2009 Fondssparpläne bespart hat, sollte ein zweites Depot für seine Sparpläne ab 2009 eröffnen. Die meisten Bankinstitute bieten kostenlose Zweitdepots an.

Bei der Entnahme aus dem Depot gilt das first in, first out Prinzip. Es werden also grundsätzlich zunächst die ältesten Fondsanteile, sprich die mit Bestandsschutz entnommen.

Daher sollten Sie ein zweites Depot für Ihre Fondssparpläne ohne Bestandsschutz führen, aus diesem können Sie Gelder dann auch ohne steuerliche Nachteile entnehmen.

Abgeltungssteuer und thesaurierende Fonds

Ein weit verbreiteter Irrtum unter Anlegern ist die angeblich steuerliche Begünstigung thesaurierender Fonds. Bei thesaurierenden Fonds werden erwirtschaftete Zinsen und Dividenden nicht ausgeschüttet sondern dem Fondsvermögen zugerechnet. Steuerlich gelten diese jedoch als zugeflossen und müssen versteuert werden.

Es gilt also nach wie vor, dass die Erträge der Thesaurierer zu veranlagen sind. Im Gegenzug kann der Anleger dann bei Veräußerung der Fondsanteile den steuerlichen Verkaufspreis umd die Thesaurierungsbeträge verringern.

Abgeltungssteuer und Fondsmanagement

Gewinne aus Veräußerungsgeschäften auf Fondsebene waren bisher steuerfrei, wenn Sie nicht an den Anleger ausgeschüttet und die Spekulationsfrist eingehalten wurde. Dieses Prinzip nutzen vor allem Steuersparmodelle, beispielsweise Geldmarktfonds wie der UniOpti4, die sich in letzter Zeit großer Beliebtheit bei den Anlegern erfreuten.

Diese Bevorteilung entfällt mit Einführung der Abgeltungssteuer. Gewinne die ein Fondsmanager mit dem Verkauf von Wertpapieren erzielt, die er nach dem 31.12.2008 erworben hat, können in Zukunft nur noch steuerpflichtig ausgeschüttet werden. Bedenklich erscheint, dass gerade den erwähnten Steuersparmodellen nach wie vor Milliardensummen zufließen. Werden die Anleger über die Veränderungen etwa nicht aufgeklärt? Ein Schelm wer Böses denkt.

Wie werden Zwischengewinne zukünftig besteuert?

Zwischengewinne sind Erträge, die vom Fonds thesauriert oder noch nicht ausgeschüttet wurden. In Bezug auf Zwischengewinne bleibt die Besteuerung unverändert. Kauft ein Anleger Fondsanteile kurz vor dem Ausschüttungstermin, muss er die Ausschüttungen in Zukunft nur mit 25 % (28 %) versteuern. So werden beispielsweise Rentenfonds auch für Anleger mit höherem Grenzsteuersatz wieder interessanter.

Abgeltungssteuer und VL Fondssparplan

Werden Fondssparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen bespart, können – unter Berücksichtigung der geltenden Einkommensgrenzen – attraktive staatliche Förderungen durch die Arbeitnehmersparzulage realisiert werden. Daher ist diese Form des Vermögensaufbaus durchaus beliebt. Ein VL Fondssparplan unterliegt ab 2009 jedoch genau wie ein herkömmlicher Fondssparplan der Abgeltungssteuer.

Abgeltungssteuer

Abgeltungssteuer

Sämtliche Kapitalerträge unterliegen seit dem 01.01. 2009 der neuen Abgeltungssteuer. Für die meisten Anleger bedeutet die Einführung der Abgeltungssteuer zukünftig eine erhebliche steuerliche Mehrbelastung.
Daher möchten wir Ihnen nachfolgend aufzeigen, was Sie durch die Einführung der Abgeltungssteuer erwartet.

Wie funktioniert die Abgeltungssteuer?

Die Abgeltungssteuer ist eine pauschale Quellensteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Eine Quellensteuer wird grundsätzlich direkt an der Quelle, also direkt bei Ihrem Bankinstitut, abgeschöpft.

Für den Anleger ist die Steuerschuld mit der Abgeltungssteuer abgegolten, er kann seine Kapitalerträge steuerlich veranlagen, muss es jedoch nicht mehr.

De facto ergibt sich durch die Abgeltungssteuer eine steuerliche Entlastung für Sie, wenn Ihr persönlicher Steuersatz (besser Grenzsteuersatz) über dem Abgeltungssteuersatz liegt, und Sie überwiegend festverzinslichen Geldanlagen tätigen und bisher den Sparerfreibetrag überschritten.

Wenn Sie jedoch überwiegend in Wertpapiere, Fonds oder Zertifikate investieren, bringt die Abgeltungssteuer eine hohe steuerliche Mehrbelastung. Ab dem 01.01.2009 entfieldie zwölfmonatige Spekulationsfrist auf Veräußerungsgeschäfte.

Entsprechende Kursgewinne können also nicht mehr wie bisher steuerfrei vereinnahmt werden. Welche Auswirkung die Abgeltungssteuer für Ihre Fonds mit sich bringt,  können Sie unter Abgeltungssteuer und Fonds nachlesen.

Sparerfreibetrag wird Sparerpauschbetrag

Eine weitere schlechte Nachricht betrifft den Sparerfreibetrag und die Werbungskosten. Mit Einführung der Abgeltungssteuer werden beide im Sparerpauschbetrag zusammengefasst.

Es können also nicht wie bisher die tatsächlich angefallenen Werbungskosten angesetzt werden. Das trifft Sie insbesondere dann, wenn Sie beispielsweise häufig Ausgabeaufschläge (Agio) zahlen oder Ihr Portfolio von einer Privatbank aktiv managen lassen.

Der Sparerpauschbetrag (Abgeltungssteuerfreibetrag) beträgt 801 Euro für Alleinstehende, 1.602 Euro für Verheiratete.

Veranlagungspflicht und Veranlagungsrecht

Wie bereits dargelegt, ist die Steuerschuld des Anlegers mit der Abgeltungssteuer bezahlt. Es besteht also keine Pflicht, sehr wohl jedoch ein Anrecht auf steuerliche Veranlagung.

Sollte es also für Sie als Kapitalanleger günstiger sein, können Sie in Ihrer Steuererklärung Ihre Kapitalerträge angeben. Hierbei hilft Ihnen die Jahresbescheinung Ihrer Bank.

Des Weiteren werden Kapitalerträge (genau wie bisher) nicht der Abgeltungssteuer unterworfen, wenn die erteilten Freistellungsaufträge korrekt sind und nicht ausgeschöpft wurden oder wenn eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt.