Exchange Traded Funds

ETFs – Attraktive Renditen und geringe Kosten

Es gelingt nur einem Fünftel der aktiven Fonds, ihren Vergleichsindex auf Dauer zu schlagen.

Zum Einen liegt das daran, dass auch aktive Fonds oftmals nur ihren Vergleichindex abbilden, zum Anderen verlangen diese aktiven Fonds dafür auch noch hohe Verwaltungsgebühren, welche die Rendite schmälern.

Clevere Anleger kennen einen Ausweg – die börsengehandeltren Indexfonds – auch ETF (Exchange Traded Funds) genannt.

Faktisch ist ein großer Teil der angeblich aktiv gemanagten Investmentfonds nichts anderes, als ein verkappter Indexfonds. Nur wenige Top Fondsmanager trauen sich außerhalb der eingetretenen Pfade zu investieren. Dennoch lassen sich die Fondsmanager, ungeachtet ihrer Fähigkeiten, durch hohe Verwaltungsgebühren entlohnen. Den Schaden hat der Anleger, er erzielt langfristig fast immer eine geringere Rendite mit aktiven Fonds, als eine einfache Marktabbildung gebracht hätte.

Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Investmentfonds. Sie sind in der Regel reine Indexfonds, bilden also die Zusammensetzung von Indizes, beispielsweise dem MSCI World, und somit deren Wertentwicklung eins zu eins ab. Bewusst wird auf ein aktives Management der Anlegergelder verzichtet, daher sind die Verwaltungsgebühren für ETFs in der Regel wesentlich geringer, als dies bei aktiven Investmentfonds der Fall ist. Während ein aktiver Fonds jährlich zwischen ein und drei Prozent des Fondsvolumens als Gebühren entnimmt, erhalten Anleger ETFs bereits ab 0,15 % pro Jahr.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind speziell in den USA, wo sie um 1970 erfunden wurden, eine beliebte Geldanlage. In Deutschland führten sie lange Zeit ein Schattendasein hinter der rasant wachsenden Zertifikatebranche. Indexzertifikate erfüllen grundsätzlich die gleiche Funktion wie Indexfonds, das ist Ihnen bestimmt bereits bekannt. Wussten Sie jedoch, dass die Emittenten der Zertifikate oft einen wesentlichen Teil der Kosten finanzieren, indem keine Dividende ausgeschüttet wird? Mit ETFs profitieren Sie auch von den ausgeschütteten Dividenden, bei Zertifikaten hingegen ist dieses nur der Fall, wenn Sie ein Indexzertifikat auf einen Performanceindex erwerben.

Der weltweit größte Anbieter von Exchange Traded Funds ist die Barclays Global Investors Tochter iShares. In Deutschland gibt die Indexchange Gmbh, welche 2006 von Barclays übernommen wurde, den Ton an. 2007 wurde der Anteil von ETFs in Deutschland auf etwa fünfzehn Prozent des Investmentfondsvolumens geschätzt. Dabei sind derzeit vor allem institutionelle Investoren in Exchange Traded Funds investiert, Privatanleger entdecken hier zu Lande erst allmählich die Vorteile dieser Produkte.

ETFs Handeln

Exchange Traded Funds, sprich börsengehandelte Investmentfonds, können Sie genau wie zum Beispiel Aktien an der Börse erwerben und handeln.

Sie benötigen lediglich ein Wertpapierdepot bei Ihrer Haus- oder Direktbank. Beachten Sie, dass die Gebühren bei Direktbanken und Discountbrokern fast immer deutlich günstiger sind, als das bei den Hausbanken der Fall ist.
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Thema: ETFs im Überblick

Aktien und Fonds stehen für hohe Renditechancen. Tagesgeld und Festgeld für flexible und sichere Geldanlage.
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