Fonds vergleichen

Fonds Vergleichen – Fonds Test

Fonds und Fondssparen

Fonds ist nicht gleich Fonds, weder in Hinblick auf die Qualität des Managements noch bei der Betrachtung der Kostenstrukturen des Produkts.

Unerfahrene Anleger drängen oft in überteuerte aktive Fonds, dabei gelingt es nur einem Bruchteil der Fondsmanager dauerhaft besser zu performen, als ihr Vergleichsindex.

Gehen wir an dieser Stelle davon aus, dass Sie sich, trotz der bereits erwähnten negativen Kostenstruktur, für aktive Aktienfonds interessieren. Ihren Anlagehorizont und -strategie haben Sie bereits abgesteckt, nun stehen Sie vor der Entscheidung zwischen zwei oder drei grundsätzlich ähnlichen Fonds.

Dank des Praxistests einen renomierten amerikanischen Wirtschaftsblatts wissen wir, dass auch die Dartpfeilmethode durchaus Märkte outperformen kann. Wenn Ihnen dieses dann doch zu zufällig ist, empfehlen wir Ihnen nach den folgenden Kriterien zu verfahren.

Kostenstrukturen der Fonds vergleichen

In der Praxis bilden viele aktive Fonds nahezu die gleichen Werte ab, wenn sie auf das gleiche Anlagegebiet fokussiert sind. Nur wenige Fondsmanager trauen sich von den ausgetretenen Pfaden abzuweichen und wenn, dann oft nur mit geringen Gewichtungssunterschieden im Portfolio.

Die Schlussfolgerung ist eigentlich ganz einfach: Von zwei nahezu identischen Produkten nimmt man natürlich das Günstigere.  Achten Sie hier insbesondere auf die TER (Gesamtkostenquote) und natürlich auf versteckte Gebühren. Eine der Grausamkeiten, auf die sich Anleger immer wieder einlassen, ist die so genannte Performance Fee.

So erheben einige Fonds Gebühren, wenn sie den zu Grunde liegenden Vergleichsindex um festgelegte Prozentgrößen schlagen. Grundsätzlich möge dieses aus Sicht der Fondsmanager verständlich sein, leider sind diese normalerweise so inkonsequent, dass sie sich an Verlusten der Anleger nicht beteiligen.

Der Gipfel der Bösartigkeiten ist dann erreicht, wenn zudem noch der falsche Vergleichsindex herangezogen wird. Dieses ist Gang und Gebe, so wird bei globalen Fonds oft der MSCI World ohne Einberechnung der Dividenden verwendet. Kein Wunder, dass die Fonds, welche an den Ausschüttungen der Unternehmen profitieren, besser abschneiden als diese Indizes.

Das Fondsmanagements, das Fondsvolumen und Presseberichte bei Fonds vergleichen

Dank der ausgeprägten Presselandschaft stehen dem Anleger stets zahlreiche besonders wertvolle Anlageempfehlungen zur Verfügung. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass das ein oder andere Blatt an begünstigenden Formulierungen kräftig mitverdient.

Dies soll keinesfalls ein genereller Vorwurf gegenüber der Fachpresse sein, Anleger sollten die Glaubwürdigkeit des Börsenblattes ihres Vertrauens dennoch auf die Probe stellen. Spätestens dann, wenn in Musterdepots häufiger Produkte des Verlegers enthalten sind, könnte man an der Seriösistät zweifeln. Natürlich spiegelt diese Aussage nur die persönliche Meinung der Redaktion wieder, jeder Leser sollte selbst entscheiden, ob er Ähnlichkeiten zum in Deutschland sehr bekannten “Aktionär” entdecken kann.

Etwas besser gestellt sind Anleger, die auf die Einstufungen der Ratingagenturen wie Standard & Poors oder Morningstar achten. Doch auch hier sollten man beachten, dass eine andere Börsenmentalität, nämlich die der Amerikaner zu Grunde liegt.

Wirklich wertvoll können Interviews mit und Hintergrundinformationen über das Fondsmanagement sein. Gefragte Fondsmanager stehen stets auch im Interesse der Medien. Interessierte Anleger können so prüfen, inwieweit sich Ihre Vorstellungen mit denen des Fondsmanagers decken. Klassische Werte sind hier ohne Zweifel Kontinuität und Kompetenz.

Ein weiterer Indikator für die Qualität von Investmentfonds, kann das Fondsvolumen darstellen. Die Problematik ist hier, dass diese Kennziffer keine eindeutige Aussage zulässt. Ein sehr hohes Fondsvolumen weist auf einen sehr beliebten Fonds hin. Ein sehr geringes Fondsvolumen auf einen Underdog.

Der Anleger muss selbst entscheiden, wie er diese Kennziffer bewerten möchte. So können Fonds mit großem Volumen in einigen Märkten nur sehr schwerfällig agieren. Oft liegt hier auch sehr viel zittriges Kapital von Kleinanlegern, ein Umstand der dem Fonds in Krisenzeiten Probleme bereiten könnte. Ein Hinweis auf die Anlegerstruktur und den Anteil institutioneller Anleger kann sehr wertvoll sein.

Andererseits kann natürlich ein sehr kleiner Fonds auch eine sehr risikobehaftete und spekulative Anlage sein, vielleicht wäre es besser dieses Produkt zu meiden?

Renditen und Vergleichsindizes

Wahrscheinlich werden Sie gleich entrüstet innerlich aufschreien: Die Renditen der letzten drei Jahre gehören zu den unwichtigsten Kriterien beim Fondsvergleich !

In der Tat erscheinen viele Topperformer des Vorjahres später nie wieder in den Bestenlisten. Genauso ist es Fakt, das zahlreiche Anleger ihre Depots nur auf Basis der Renditen der letzten 12 Monate zusammenstellen.

Es macht natürlich reichlich Sinn in etwas zu investieren, dass bereits sehr teuer ist. Die Chancen stehen gut, dass es in der nächsten Zeit wieder billiger wird. Nicht unbedingt eine Erfolg versprechende Anlagestrategie, doch wie heißt es heute: Hauptsache billig – irgendwann.

Wenn Sie historische Renditen betrachten, wählen Sie doch bitte geeignete Zeiträume von wenigstens 5 oder 10 Jahren. Problematisch, da viele Produkte nicht einmal so lange existieren. Die Rendite der letzten 12 Monat oder letzten 3 Jahre kann durch so viele Umstände verzehrt sein, dass sie nicht einmal einen Anhalt für die zukünftige Wertentwicklung geben kann.

Gerade in den letzten Jahren verzeichneten die Finanzmärkte einen enormen Aufschwung. Dennoch haben viele Fonds Ihre Höchststände aus den Jahren 1999 und 2000 noch nicht erreicht und die nächste Baisse kommt bestimmt.

Etwas aussagekräftiger ist der Fonds Vergleich auf Basis der Wertentwicklung von Fonds und Benchmark. Beachten Sie hier, dass Sie die richtige Benchmark wählen. Daher stets prüfen, ob im gewählten Vergleichsindex beispielsweise die Dividenden berücksichtigt sind oder nicht.

nutzen

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Kosten beim Fondssparen

Anleger suchen häufig nach hohen Renditen, beachten aber selten, dass eine Kostenreduzierung bereits zu einer beträchtlichen Rendite Erhöhung führt.

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